
Lukas Hlava
Sein internationales Skisprungdebüt gab Lukas Hlava bei der Junioren-WM 2002 im deutschen Schonach, wo er jedoch schon nach dem 1.DG ausschied. Im Januar 2003 startete er erstmal in der nationalen Gruppe eines Weltcupsspringens, landete in weiteren Springen zumeist auf den hinteren Plätzen und wurde dennoch 2003 bei den Nordischen Skiweltmeisterschaften in Val di Fiemme ins tschechische Team berufen und sprang schließlich im Teamwettbewerb mit. Hlava konnte in den folgenden Weltcupsspringen den 2.Durchgang fast nie erreichen und sprang erst 2004 wieder regelmäßiger an CoC-Springen teil. Bei den Nordischen Skiweltmeisterschaften 2005 in Oberstdorf stand er jedoch wieder in der tschechischen Mannschaft.
In den Folgejahren wechselte Hlava mehrfach zwischen Continetal- und Weltcupspringen und gehört erst seit der Saison 2009/2010 wieder fest zur tschechischen Mannschaft.
Lukas Hlava beendete nach der Saison 2018/2019 seine aktive Karriere und ist nun im Trainerteam der tschechischen Nationalmannschaft tätig.

Jakub Janda
Jakub Janda sprang seine erste Weltcupsaison 1996, konnte jedoch erst im Jahr 2003 erstmals auf einen dritten Platz und damit aufs Podest springen.
Die Saison 2005/06 war die wohl erfolgreichste überhaupt für Janda, nach mehreren Weltcupsiegen konnte er punktgleich mit dem Finnen Janne Ahonen die Vierschanzentournee gewinnen. Das gelang vor ihm zuletzt vor 35 Jahren einem tschechischen Springer: Jiri Raska Janda konnte in der Saison 2005/2006 als erster Tscheche den Gesamtweltcup gewinnen.
Zahlen und Fakten zu Jandas Karriere findet ihr unter folgendem Link:
https://cms.e.jimdo.com/app/sca7ab42217fb6d2f/p803eec52de9cde96?safemode=0&cmsEdit=1
Noch vor Beginn der Weltcupsaison 2017/2018 wurde Janda ins tschechische Parlament gewählt und sitzt nun als Abgeordneter bei.

Jan Matura
Jan Matura wurde am 29.01.1980 in Cesky Krumlov geboren, wurde später Sportlehrer und begann seine aktive 1999 in der nordischen Kombination. Da durch, eher schwache Leistungen im Skilanglauf, hier nicht mehr vorankam, wechselte er 2002 zum Spezialspringen. Sein erster Auftritt war hier bei der Vierschanzentournee, wo er jedoch nur den letzten Platz belegte. Seine ersten Podiumsplätze mit Rang Nummer 3. und 2. schaffte Matura beim Skifliegen im tschechischen Harrachov.
Erfolge seiner Karriere findet ihr unter folgendem Link: https://cms.e.jimdo.com/app/sca7ab42217fb6d2f/p3b76c6c30fa07a8e?safemode=0&cmsEdit=1
Jan Matura gab im Mai 2017 das Ende seiner aktiven Sportlerkarriere bekannt.
Er begann in der Sommersaison 2017 seine Arbeit im US-amerikanischen Skisprungteam.
Ab der Saison 2022/2023 wird Jan Matura gemeinsam mit Lukas Hlava als Assistent gemeinsam mit Vasja Bajc die mit der Nationalmannschaft arbeiten

Borek Sedlak
Bořivoj "Borek" Sedlak wurde am 15.Juni 1981 in Jablonec nad Nisou geboren.
Im Jahr 2001 konnte sich Borek Sedlak im tschechischen Harrachov erstmals für einen Weltcup qualifizieren. Leider war er in den Folgejahren nur sporadisch im Weltcup vetreten und konnte erst im Jahr 2005 seine ersten Weltcuppunkte erringen.
Bei den Olympischen spielen 2006 konnte er sich in den Einzelspringen jeweils nicht für den Finaldurchgang qualifizieren und auch mit der Mannschaft konnte er nur den 9.Platz erreichen.
Sein bisher bestes Einzelergebniss erzielte Sedlak mit einem 14.Platz beim Skifliegen 2010 in Oberstdorf, wurde jedoch im September 2011 tschechischer Meister.
Borek Sedlak beendete seine aktive Karriere nach der Saison 2013/2014.
Er arbeitet seit der Saison 2016/2017 als Nachfolger von Miran Tepes für die FIS.
hier gehts zur offiziellen Borek Sedlak -Seite:

Jiří Raška
Raška wurde am 4.Ferbruar 1941 im deutsch besetzten Böhmen/Mähren geboren und wuchs als eines von 4 Geschwistern auf.
Nachdem er 1964 noch als Ersatzmann zu Olympia nach Innsbruck reiste, schaffte er bei der WM in Oslo zwei mal Platz 4 und erreichte bei der 4-Schanzen -Tournee 67/68 den 2.Platz in der Tourneegesamtwertung und galt bei den Olympischen spielen 1968 in Grenoble als Favorit. Er gewann Gold auf der Normal- und Silber auf der Großschanze. Bei den Nordischen Skiweltmeisterschaften 1970 gewann er nochmals Silber auf der Großschanze.
Weitere Erfolge waren unter anderem der Gewinn der 4-Schanzen-Tournee 1970/71 , 3.Platz bei der 1972 erstmals ausgetragenen Skiflug-WM und 5. und 10.Platz bei den Olympischen spielen 1972 in Sapporo.
1974 begann er als Trainer zu arbeiten, gab aber das Skispringen nicht auf. 1979 nahm Raška das letzte Mal an einem Seniorenspringen teil.
Zwischen 1994 und 1996 war er tschechischer Nationaltrainer. In den 1990-er Jahren trainierte er die tschechische Junioren-Nationalmannschaft und war stellvertretender Vorsitzender des tschechischen Skiverbandes.
Jiri Raška verstarb am 20.Januar 2012.

Pavel Ploc
Pavel Ploc wurde am 15.Juni 1964 im damals tschoslowakischen Jilmenice geboren.
Sein Weltcupdebüt gab Ploc 1982 beim Skifliegen in Bad Mitterndorf und wurde bei seinem ersten Weltcupspringen 12.
1983 wurde er im heimischen Harrachov Vizeweltmeister bei der Skiflug-Weltmeisterschaft, eine woche später gewann er hier auch sein erstes Weltcupspringen. Einer von insgesamt 10 Weltcupsiegen seiner Karriere.
In Sarajewo 1984 gewann Pavel Ploc die Bronzemedaille auf der Großschanze, in Planica bei der skiflug-Wm wurde er ebenfalls 3.ter. 1988 wurde er Silbermedailliengewinner bei den olympischen Spielen in Calgary. 1989 gewann er mit dem tschechoslowakischen Team Bronze bei der Nordischen Ski-WM im finnischen Lahti.
Sein letztes Weltcupsspringen sprang er 1991 in Sapporo, da er mit der damals aufkommenden Umstellung vom Parallel- auf den V-Stil nicht zurechtkam, beendete er seine Springerlaufbahn.
Heute betreibt er gemeinsam mit seiner Frau eine Pension in Harrachov und arbeitet außerdem als Politiker.

Jaroslav Sakala
Jaroslav Sakala wurde am 14. Juli 1996 in der damaligen Tschechoslowakei geboren und hatte im Jahr 1989 seinen ersten Weltcupeinsatz in Harrachov. 1992 konnte er gemeinsam mit der tschechoslowakischen Mannschaft die Bronzemedaille bei den Olympischen Winterspielen in Albertville gewinnen. Im Jahr 1993 wurde er mit der Mannschaft Vizeweltmeister im schwedischen Falun.Im Einzelwettkampf konnte er außerdem Silber von der Groß- und Bronze von der Normalschanze gewinnen.
In den darauffolgenden Jahren konnte Sakala seine Erfolge kaum wiederholen, sprang lediglich auf Flugschanzen unter die Top Ten.Im Lauf seiner Karriere erreichte er insgesamt 4 Weltcupsiege,
2002 beendete er schließlich seine Karriere.
Im September 2008 übernahm Sakala gewordenen Posten als Cheftrainer der tschechischen Damen-Skisprungnationalmannschaft.

Jiri Parma
Jiri Parma wurde am 9.Januar 1963 im tschechischen Frenstat geboren.
Sein Weltcupdebüt gab er 1980 zum Auftaktspringen der 4-Schanzen-Tournee in Oberstdorf und belegte hier den 99.Platz. Nach einem 6.Platz bei der Skiflug-WM 1983 in Harrachov und einem 3.Platz im selben Jahr in Lake Placid, konnte Parma im Januar 1984 sein erstes Weltcupspringen im heimischen Harrachov gewinnen. Bei den nordischen Skiweltmeisterschaften 1984 gewann er die Bronzemedaille in Engelberg.
1987 wurde er Weltmeister auf der Normalschanze und beendete die Saison 1987/88 als Weltcupvierter. In den folgenden Jahren gewann er mit der tschechosslowakischen Mannschaft 1992 bei Olympia und 1989 bei der nordischen Ski-WM Bronze und nochmals WM-Silber bei der WM 1993 in Falun.
Jiri Parma ist seit seinem Karriereende als Sprungrichter tätig.

Michal Dolezal
Michal Dolezal wurde am 11.März 1978 in Jablonec/CZ geboren und nahm 1996 bei der Skiflug-WM am Kulm in Bad Mitterndorf an seinem ersten internationalen Springen teil, wo er den 35.Platz belegte. Im Laufe seiner Springerlaufbahn kam er jedoch über einen 27.Platz im Gesamtweltcup 1999/2000 nicht hinaus. Er nahm zeitweise nur an Continetalcupspringen teil und startete trotz Formtief bei den Olympischen Winterspielen 2002 in Salt Lake City, wo er den 50. und damit letzten Platz belegte auf der Normalschanze belegte und sich auf der Großschanze nicht qualifizieren konnte. Er startete darauffolgend meist nur noch im Continetalcup und
beendete seine Karriere 2007.
Nachdem Dolezal einige Jahre Trainer des tschechischen B-Kaders war, arbeitet er nun im polnischen Skisprungteam.
Ab der Saison 2019/2020 übernimmt Dolezal den Posten des Cheftrainers im polnischen Team und löst Stefan Horngacher ab.

Jakub Jiroutek
Jakub Jiroutek (geboren am 13.07.1977) startete seine Skispringerkarriere beim Weltcup in Liberec im Januar 1994.
Beim Skiflugweltcup am Kulm wurde er 1996 21. Die folgenden beiden Jahre schftte es Jiroutek nur selten in die Punkteränge. Erst im März 1998 bei der Skiflugweltmeisterschaft in Vikersund wurde er 5. - es war das beste Einzelresultat seiner Karriere. Da er später nicht mehr an die früheren Leistungen anknüpfen konnte, sprang er ab der Saison 2001/2002 im Continentalcup und konnte dort immer vorn mitspringen. Bis zum Ende seiner aktiven Karriere blieb er deshalb im CoC. 2003 , nach dem CoC-Sommer Grand Prix beendete er seine Skispringerlaufbahn, da er in der vorangegangenen Saison kaum Erfolge hatte.
Seither arbeitet er mit dem Skisprungnachwuchs in Liberec und arbeitet unter anderem im Moment mit dem B-Kader des tschechischen Teams im Continentalcup.

Frantisek Jez
František Jež wurde am 16.Dezember 1970 geboren
Jež nahm 1988 erstmalig an Weltcup-Wettbewerben teil. Bei der Juniorenweltmeisterschaft 1988 im österreichischen Saalfelden konnte er mit der damaligen tschechoslowakischen Mannschaft die Bronzemedaille gewinnen.
1990 war die erfolgreichste Saison für Jež. So konnte er bei der Vierschanzentournee das Abschlussspringen in Bischofshofen gewinnen und belegte in der Gesamtwertung den zweiten Rang hinter Weißflog und Thoma. In dieser Saison konnte er noch drei weitere Weltcup-Siege feiern. Im Gesamtweltcup belegte er den fünften Rang.
An diese Leistungen konnte Jež erst 1992 wieder anknüpfen. Nach mehreren Platzierungen unter den besten Zehn wurde er im Gesamtweltcup 7. und belegte Platz 5. bei der Vierschanzentournee. Bei der Olympiade 1992 in Albertville konnte Jež mit der tschechoslowakischen Mannschaft die Bronzemedaille erkämpfen. Dieses Ergebnis konnte die Mannschaft bei 1993 bei der WM in Falun verbessern. Hinter Norwegen gewannen sie die Silbermedaille.
Nachdem sich ab 1992 der der V-Stil dem Parallelstil gegenüber immer mehr durchsetzte, hatte Jež große Probleme den neuen Stil zu erlernen und konnte nie wieder an die guten Leistungen aus den Jahren 1990 und 1992 anknüpfen. So konnte er sich oftmals nur mühevoll für den Hauptwettbewerb qualifizieren und erreichte oftmals nicht den zweiten Durchgang. Im Dezember 1999 nahm Jež das letzte Mal an einem Weltcup-Wettbewerb im französischen Chamonix teil, wo er nur den 44.Platz belegte.
František Jež arbeitet nach seiner aktiven Zeit als Sportler als Sport-Manager. So ist er unter anderem für Jakub Janda tätig.

Jakub Suchacek
Jakub Suchacek (geboren am 27.11.1978) startete 1994 erstmal bei einem Weltcupspringen. Bei der im selben Jahr ausgetragen Junioren-WM sprang er im Team auf den 2.Platz und startete damals 15jährig kurz darauf beim Skiflugweltcup in Planica, wo er den 27.Platz belegte.
Ab der kommenden Saison 1994/95 startete Suchacek regelmäßig im Weltcup und beendete diese mit einem 16.Platz im Gesamtweltcup. In den Folgejahren sprang er regelmäßig im Mittelfeld, konnte mit einem 2.Platz 1995 in Lahti und einem 3.Platz in Harrachov 1999 seine besten Ergebnisse erzielen.
Er beendete seine Sprungkarriere 2001.